Festung Königstein über der Elbe: 152 Meter tiefer Brunnen, Riesenfass, Böttger als Gefangener und die spektakuläre Flucht von General Giraud 1942.

Seine größte Stärke war seine bloße Existenz. Die Festung war so furchteinflößend massiv, dass sie in ihrer jahrhundertelangen Geschichte kaum je belagert wurde.

Manchmal wirkt die Landschaft der Sächsischen Schweiz wie ein überdimensionaler Abenteuerspielplatz für Riesen. Mittendrin ragt der Königstein auf – ein markanter Tafelberg, der aussieht, als hätte die Natur ihn extra dafür erschaffen, dass jemand eine Krone aus Stein daraufsetzt.

Wer Königstein besucht, läuft nicht einfach nur herum – man umrundet, entdeckt, verschwindet kurz um eine Ecke und taucht wieder auf, als hätte die Festung gerade still die Szene gewechselt.

Rund zwei Kilometer Brustwehr ziehen sich wie ein steinernes Geländer um den Rand des Plateaus. Und spätestens hier oben versteht man, warum dieser Ort nie erobert wurde; man steht nicht vor einer Mauer – man steht vor einem Argument


