Stellen Sie sich vor, Sie betreten eine Anlage, die vor barocker Eleganz nur so strotzt. Breite Terrassen, majestätische Treppen und Sichtachsen, die bis zum Horizont reichen. Man erwartet jeden Moment, dass ein prächtiges Schloss hinter der nächsten Hecke auftaucht – doch da ist nichts. Zumindest nichts, was von der Dimension her zu diesem imperialen Park passen würde.
Großsedlitz ist ein bisschen wie Versailles ohne Schloss – nur mit mehr Hecke und weniger Kronleuchter.
Der Garten ist ein Zentrum der sächsischen Orangeriekultur und beherbergt die größte Sammlung von Bitterorangen im deutschsprachigen Raum.
Nach einem Teilabriss im 19. Jahrhundert steht davon heute nur noch ein Flügel, das Friedrichschlösschen, in dem man inzwischen Kaffee trinkt.
Den Winter verbringen die Orangenbäume in den mächtigen Orangerie-Gebäuden, die so groß sind, dass man darin fast das fehlende Schloss vermuten könnte.
Die ‹Stille Musik›: Eine geschwungene Treppenanlage, bevölkert von musizierenden Putten aus Sandstein.
Die große Kaskade am Waldrand blieb unvollendet – ein Wasserfall, der nie richtig fallen durfte.