Wenn man Meißen sieht, sieht man die Albrechtsburg. Sie thront so selbstverständlich über der Elbe, als hätte sie dort schon immer als architektonischer Platzhirsch gewartet. Aber die Albrechtsburg ist nicht einfach nur eine Burg – sie ist das erste Schloss Deutschlands.

Die Albrechtsburg ist mehr als nur ein geschichtsträchtiger Haufen Steine; sie ist ein Statement für Mut, Erfindergeist und den Wunsch, die Dinge ein bisschen schöner zu machen, als sie unbedingt sein müssten.

Die Stadt schaut zwar immer zu ihrem Schloss hinauf, aber das Schloss offenbart sein wahres Gesicht erst denen, die sich die Mühe machen, ihm direkt gegenüberzutreten.

Die Albrechtsburg dominiert zwar die Silhouette der Stadt und gehört untrennbar zu Meißen, aber sie spielt gerne Verstecken. Wer unten in den verwinkelten Gassen der Altstadt steht und den Kopf in den Nacken legt, sieht oft nur Ausschnitte oder die markanten Türme des Doms, der sich frech vordrängelt.

Der Domplatz hat sich in ein kleines, feines Genuss-Viertel verwandelt. Mit Restaurants, die sächsische Klassiker modern interpretieren, und Hotels, die direkt auf dem historischen Areal liegen.

Mit ihren riesigen Fensterfronten und dem berühmten ‹Großen Wendelstein› – einer Treppe, die so elegant geschwungen ist, dass man fast vergisst, dass man eigentlich nur Stockwerke wechselt – setzte die Albrechtsburg Maßstäbe, an denen sich der Rest des Landes erst einmal abarbeiten musste.

Die Albrechtsburg ist mehr als nur ein geschichtsträchtiger Haufen Steine; sie ist ein Statement für Mut, Erfindergeist und den Wunsch, die Dinge ein bisschen schöner zu machen, als sie unbedingt sein müssten.



